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Anlässlich des ISV Executive Circle, an welchem exklusiv die wichtigsten Independent Software Vendor (ISV) teilnahmen hat Microsoft über Ihre Vision «Software + Service» und im speziellen über die zukünftige Bedeutung des SaaS Geschäftsmodelles gesprochen. Glaux Soft ist bereit für das neue Geschäftsmodell. Im 2009 wird der neue evidence Client basierend auf Silverlight Technologie lanciert. Mit dieser Technologie werden wir die SaaS Fähigkeit, falls vom Kunden gewünscht, unterstützen und dies weiterhin nach unserem bewährten Grundsatz «the individual standard».
Kurzzusammenfassung der Referate und unsere Meinung dazu
Für den europäischen Markt wird Microsoft sich schrittweise weiter in Richtung Cloud bzw. SaaS entwickeln und dabei dem bewährten Business-Modell treu bleiben: volumenorientiertes Geschäftsmodell mit Hauptaugenmerk auf Software-Entwicklung und -Vermarktung, wobei Vertrieb, Auslieferung und IT-Services über Partner abgewickelt werden. Das «Software + Services»- Angebot zielt auf einen Mix aus Lizenzverkauf über Partner, gehostete Lösungen von Partnern oder Microsoft und reine Software-as-a-Service-Lösung.
Im Falle von Microsoft wird sich die Partnerlandschaft wie auch das Partnerkonzept selbst, wie bei jedem Technologiesprung, mittelfristig entsprechend verändern und entwickeln (müssen). Die SaaS-Welt ändert die Geschäftsmodelle auf vielen Ebenen. Beispielsweise werden neue Releases nicht mehr physisch ausgeliefert werden, dafür geht beim SaaS-Modell vieles an Branding und Bewusstsein um den Individualnutzen der Lösungen verloren. Demzufolge könnte es beim Cloud- Modell schwierig für Microsoft werden, sein aktuelles Produkt-Packaging beizubehalten. Die vom technischen Standpunkt aus wichtigste Aufgabe für Microsoft wird darin bestehen, eine Brücke zwischen den traditionellen Lösungen und den im SaaS-Modell enthaltenen Fähigkeiten zu schlagen – auch nach Glaux Softs Ansicht eine Kernherausforderung. Glaux Soft selber wird den Grundsatz "the individual standard" mit dem SaaS-Modell kombinieren da wir die Individualität von Lösungen als grossen Wettbewerbsvorteil für unsere Kunden sehen.
Weiterhin ist es aus Sicht von Glaux Soft entscheidend, über klare Darstellung bezüglich der verschiedenen Angebotsvarianten, insbesondere des SaaS-Angebots zu verfügen. Es gibt Kunden, die ihre Daten gerne physisch getrennt gespeichert haben: entweder innerhalb des eigenen Unternehmens oder bei einem vertrauenswürdigen Partner. Man denke nur an die Einzelhändler, die sich Sorgen um ihre Kundendaten machen, oder die Regierung, für die Datensicherheit höchste Priorität hat. Hier scheinen reine SaaS-Lösungen auf den ersten Blick ungeeignet, oder vielleicht sind auch nur «vertrauensbildende» Massnahmen für das Modell notwendig? Schliesslich lagern 2/3 Unternehmen aus allen Branchen schon seit vielen Jahren ihre Daten, Geschäftsprozesse, usw. aus. Darüber hinaus hätten viele Benutzer von SaaS-Lösungen gerne entsprechende lokale Versionen, um mit diesen ggf. im Offline- Betrieb arbeiten zu können.
Microsoft bietet seinen Partnern mit dem «Software + Services»-Ansatz ein interessantes Zukunftsbild. Indem Partnern und dem Kunden (im Gegensatz zu Salesforce.com oder SAPs Business ByDesign) die Wahl gegeben wird, Lizenzkauf und Mietlösung zu kombinieren, könnte Microsoft die richtige Mischung aus Kundenflexibilität und Chancen für Partner erzielen, um seine Cloudbasierten Lösungen in gewohntem Volumen auszuliefern. Nichtsdestotrotz, die Microsoft Partnerlandschaft wird sich ändern. Partner müssen jetzt beginnen, ihre Strategien zu überdenken und sich an wandelnde Markt- und Wettbewerbsbedingungen anzupassen. Chancen am Horizont sieht Glaux Soft genug.
Die nächste Hürde für Microsoft besteht jedoch in der Frage, ob sie ihre «Software + Services» so einfach, nahtlos und kostengünstig gestalten können, dass alle drei Umgebungen zusammen verwaltet werden können? Was den SaaS-Markt betrifft, ist die Welt sicher nicht schwarz-weiss – nach Glaux Softs Ansicht wird es eine Koexistenz von Lizenz- und Mietlösungen geben. Wie die Vergangenheit gezeigt hat, haben Client/Server-Lösungen den Mainframe auch nicht verdrängt – beide Modelle haben sich einfach in jenen Marktsegmenten entwickelt, für die sie am besten geeignet sind. Auf jeden Fall ist Glaux Soft bereit für die Veränderung. Im 2009 wird der neue evidence Client basierend auf Silverlight Technologie lanciert mit dem die SaaS-Fähigkeit, falls vom Kunden gewünscht, unterstützt wird und dies weiterhin nach dem bewährten Grundsatz «the individual standard».
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| Begriffe |
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| ISV |
Independent software vendor Der ISV ist ein Softwarehersteller, der Anwendungsprogramme unabhängig von den Anbietern bedeutender Software-Plattformen wie zum Beispiel Microsoft entwickelt und vermarktet. |
| SAAS |
Software as a Service SaaS ist ein Software-Distributions-Modell, respektive ein Geschäftsmodell mit der Philosophie, Software als Dienstleistung basierend auf Internettechnologien bereitzustellen, zu betreuen und zu betreiben. |
| Cloud Computing |
Die Anwender einer Software betreiben die Software-Applikationen und die dazu notwendige Hardware (Server etc.) nicht mehr selbst, sondern beziehen diese über einen Anbieter, der beides für ihn und andere Nutzer betreibt. Anwendungen und Daten befinden sich also nicht mehr auf dem lokalen Rechner, sondern – metaphorisch gesprochen – in einer Wolke (Cloud) über eine Anzahl von entfernten Systemen verteilt. Die Basis für den Zugriff auf diese entfernten Systeme stellt ein sehr leistungsfähiges Netzwerk dar, welches die Verbindung zwischen Instanzen des Konzeptes verschiedener Dienstanbieter (also unterschiedlicher Clouds) ermöglicht. Der Zugriff selbst erfolgt über eine allgemeine verfügbare Standardanwendung, zumeist einen Webbrowser. Demzufolge geht Cloud Computing über andere gegenwärtig diskutierte Ansätze wie SaaS und Konzepte (Virtualisierung) hinaus. |
| Silverlight |
Die Basis Technologie von Microsoft für Anwendungen, welche Internet- Techniken benutzen und eine intuitive Benutzeroberfläche bieten mit dem Vorteil: • sie nicht installiert werden muss • auf sie über Internet-Techniken zugegriffen wird • Browser & Plattform unabhängig läuft • sie mit dem Nutzer interagiert • übersichtliche Darstellung komplexer Informationen bietet • geringere Entwicklungs- und Wartungskosten bei komplexen Darstellungen gegenüber traditioneller Technologie ermöglicht | |
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